Urlaubsfotos der Kleinkinder: Ein Viertel der deutschen Väter und Mütter stellt sie ins Internet

Urlaubsfotos der Kleinkinder: Ein Viertel der deutschen Väter und Mütter stellt sie ins Internet

25. Mai 2011 um 08:06 | Nachrichten für Familien

Die Temperaturen steigen, die sommerliche Urlaubssaison beginnt – und deutsche Eltern werden häufig zu Hobbyfotografen, die begeistert ihre Ferienerinnerungen ins Internet stellen: Jedes vierte Elternteil hat in diesem Jahr vor, Urlaubs- oder Ferienfotos seines Kindes online zu veröffentlichen oder von Freunden einstellen zu lassen. Dabei ist vielen offensichtlich mulmig zumute, denn mehr als die Hälfte der Eltern (54 Prozent) macht sich Sorgen, dass solche Fotos von unbefugten Personen gesehen werden könnten. 42 Prozent sind hierbei jedoch komplett umbekümmert – teilweise, weil sie planen, die Fotos wieder zu löschen. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von Ruflotse, dem führenden Online-Dienstleister für den Schutz der Privatsphäre und Reputation, unter mehr als 500 deutschen Eltern von Kindern zwischen null und sechs Jahren.

Ruflotse gibt Tipps für Eltern zum Umgang mit Urlaubsfotos im Zusammenhang mit dem Internet

Die Sorge eines Großteils der Väter und Mütter zeigt, dass beim Umgang mit dem Internet noch viel Unsicherheit herrscht. Gleichzeitig machen sich viele Väter und Mütter keine Gedanken, wenn sie Fotos im Web posten. Für Eltern, die sich fragen, wie sie mit Urlaubsfotos der Kinder im Zusammenhang mit dem Internet umgehen sollen, hat Ruflotse hat hier fünf Tipps zusammengestellt.

Es ist offensichtlich, dass Soziale Netzwerke, Websites und Blogs es heute sehr einfach machen, Fotos der Kinder mit Freunden zu teilen. Eltern, die Fotos online veröffentlichen, treffen jedoch eine nicht ganz unkritische Entscheidung für ihre Kinder: Es müssen nicht einmal Kriminelle sein, die die Bilder sehen und für sich nutzen. Durch moderne Technologien ist es heute möglich, sämtliche Fotos im Internet zu aggregieren und in öffentlichen Datenbanken und Suchmaschinen wieder zur Verfügung zu stellen. Es kann für die Kinder unangenehm werden, wenn sie zukünftig von Mitschülern im Internet wieder gefunden werden oder in zehn Jahren erkennen, dass ihre Kindheit öffentlich dokumentiert ist. Eltern sollten sich daher bewusst entscheiden, ob sie Fotos ihres Nachwuchs online stellen möchten und genau überlegen, welche Folgen dies haben könnte. Fremden Personen sollten sie nicht erlauben, Fotos der Kinder zu schießen. Denn damit geben sie komplett die Kontrolle über das Bildmaterial aus ihren Händen.

Im Detail zeigt die Studie, dass 17 Prozent der Eltern planen, die Freizeitfotos dieser Saison auf ihrem eigenen Facebook-Profil oder einem anderen sozialen Netzwerk zu veröffentlichen und dass fünf Prozent damit einverstanden sind, wenn dies Freunde oder Verwandte tun. Vier Prozent haben sogar eigens für ihr Kind oder ihre Kinder eine Website oder einen Blog eingerichtet, auf dem sie die Fotos publizieren möchten. Insgesamt sind Frauen mit 31 Prozent aktiver am Foto-Veröffentlichen als Männer (21 Prozent).

Während weibliche Internetnutzer häufiger Fotos ihrer Kinder ins Netz stellen, sind sie stärker besorgt als Männer, dass jene Bilder oder Informationen ihres Nachwuchs in die falschen Hände geraten könnten. 55 Prozent der Mütter machen sich Gedanken, während es bei den Vätern nur 51 Prozent sind. Unter den insgesamt 42 Prozent der sorgenfreien Eltern gab es verschiedene Gründe für ein grenzenloses Vertrauen in das World Wide Web:

  • 44 Prozent haben generell kein Problem damit, dass die Fotos und Informationen über ihr Kind, die sie im Internet einstellen, auch von anderen Menschen gesehen werden könnten.
  • 42 Prozent vertrauen darauf, dass die Menschen, mit denen sie Fotos und Informationen im Internet teilen, diese auch nicht weitergeben werden.
  • Weitere 15 Prozent planen, die Fotos und Informationen nach einiger Zeit wieder aus dem Internet zu löschen und machen sich daher keine weiteren Gedanken darüber.
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