Der erste Ruflotse-Löschreport 2011 zeigt: Viele unerwünschte Inhalte haben Internetnutzer selbst eingestellt – die Mehrzahl stammt jedoch von Dritten

Der erste Ruflotse-Löschreport 2011 zeigt: Viele unerwünschte Inhalte haben Internetnutzer selbst eingestellt – die Mehrzahl stammt jedoch von Dritten

19. April 2011 um 09:33 | Nachrichten

Diese Woche haben wir von Ruflotse aus erstmalig einen Löschreport vorgestellt, der aufzeigt, welche Inhalte deutsche Privatpersonen und Unternehmen im Internet bevorzugt löschen lassen. Hierzu haben wir für das 1. Quartal 2011 über 500 private und geschäftliche Löschaufträge ausgewertet. Eines der Kernergebnisse ist, dass die Betroffenen ein Viertel der unerwünschten Inhalte selbst verursacht haben. Offenbar rechnen viele Surfer nicht damit, dass sich ihre Fotos oder Privatdaten „verselbständigen” könnten, sobald sie einmal im Netz sind und sich auf andere Seiten und Verzeichnisse weiter verbreiten könnten. Zum anderen werden Inhalte häufig von Dritten kommentiert, was den Betroffenen wenig gefällt. Aus der hohen Anzahl an selbst veröffentlichten Inhalten, die die Nutzer dann wieder bereuen schließen wir, dass viele Internetnutzer noch unsicher mit dem Schutz ihrer Privatsphäre und Reputation im Netz umgehen.

Dem stehen dennoch drei Viertel an Beiträgen, Kommentaren und Fotos gegenüber, die von Dritten eingestellt wurden – und somit außerhalb der Kontrolle der Internetnutzer lagen. Eine Privatsphäre im Internet gibt es eben nur noch bedingt – und daher ist Medienkompetenz und der verantwortungsvolle Umgang mit den persönlichen Daten und den Daten von Freunden und Bekannten wichtig.

Diese Inhalte haben Ruflotse-Privatkunden löschen lassen:

  • Persönliche Kontaktdaten: 29 % (davon selbst eingestellt: 26 %)
  • Kommentare und Bewertungen: 28 % (davon selbst eingestellt: 30 %)
  • Fotos und Videos: 19 % (davon selbst eingestellt: 43 %)
  • Redaktionelle Beiträge: 18 % (davon selbst eingestellt: 4 %)
    Hierbei handelt es sich vermehrt um Erwähnungen im Zusammenhang mit einer Straftat.
  • Sonstige Einträge: 7 % (davon selbst eingestellt: 27 %)

 

Bei den Geschäftskunden liegt der Fokus auf schädlichen Kommentaren und negativen Bewertungen: 80 Prozent der Löschaufträge im ersten Quartal 2011 bezogen sich auf diese Inhalte. Zu den geschäftlichen Ruflotse-Kunden zählten in diesem Zeitraum insbesondere Handwerksbetriebe, Ärzte und Tierärzte, Anwaltskanzleien sowie kleine und mittlere Unternehmen.

Hier die geschäftlichen Löschaufträge im Überblick:

  • Kommentare und Bewertungen: 80 %
  • Redaktionelle Beiträge: 9 %
  • Persönliche Kontaktdaten: 4 %
  • Fotos und Videos: 0 %
  • Sonstige Einträge: 7 %

 

Wir empfehlen Unternehmen die tägliche Beobachtung des Internets, denn Kommentare und Bewertungen können geschäftskritisch sein. Auch sollten sie sich frühzeitig eine Strategie für den Umgang mit entsprechenden Einträgen überlegen.

Unsere ganze Pressemeldung zum Löschreport ist hier zu lesen.

Tags: , , , , , , , ,