Ab sofort setzt Facebook seine Gesichtserkennungs-Technologie auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Was heißt dies für den Facebook-Nutzer? Mitgliedern, die Fotos in ihr Profil hochladen, werden die Namen der Personen angezeigt, die auf den Bildern zu sehen sind. Dies funktioniert dann, wenn der Nutzer mit den Menschen auf den Fotos auf Facebook befreundet ist. Facebook schlägt dann vor, diese Freunde im Bild zu markieren beziehungsweise zu „taggen”. Die Meinungen über diese neuen Funktionen sind geteilt: Einige Facebook-Mitglieder finden es vorteilhaft, dass sie Freunde einfacher und schneller auf Fotos entdecken können und von anderen häufiger identifiziert werden können. Andere sind besorgt: Sie haben Bedenken, dass ihnen dadurch die Kontrolle über Fotos, die sie zeigen, entgleiten könnte. Umgehen können Facebook-Nutzer diese Funktion durch eine Änderung der Privatsphäre-Einstellungen. Wer zudem die Kontrolle über Fotos zur eigenen Person erhöhen möchte und frühzeitig erkennen will, welche Fotos von Freunden auf Facebook eingestellt wurden, kann auf das Facebook-Sicherheitspaket von Ruflotse zurückgreifen.
1. Privatsphäreeinstellungen ändern: Nutzer, die verhindern möchten, dass Freunde von Facebook aufgefordert werden, Fotos von ihnen zu markieren, beziehungsweise zu „taggen”, können wie in den Screenshots oben gezeigt in ihrem Facebook-Profil unter „Konto” -> „Privatsphäre-Einstellungen” -> „Benutzerdefinierte Einstellungen” den Unterpunkt „Freunden Fotos von mir vorschlagen” auf „gesperrt” ändern.
2. Ruflotse-Fotoüberwachung zu Hilfe nehmen: Um den Überblick über Fotos zur eigenen Person zu behalten, lässt sich Ruflotse einsetzen. Erscheint ein neues Foto, das den Ruflotse-Nutzer oder sein Kind zeigt, wird er sofort von der Ruflotse-Fotoüberwachung benachrichtigt. Diese Funktion analysiert alle Fotos im Facebook-Freunde-Netzwerk. Dazu muss der Nutzer Fotos der gesuchten Person – von sich selbst oder von dem eigenen Kind – in Ruflotse hochladen. Um Bilder unabhängig vom jeweiligen Gesichtsausdruck oder Blickwinkel zu finden, gleicht die Fotoüberwachung die gefundenen Bilder auf eindeutige biometrische Gesichtsmerkmale der gespeicherten Fotos ab. Um den Ruflotse-Account an Facebook anzuschließen, muss sich der Nutzer einmalig mit seinem Facebook-Account verbinden. Eltern, die einen oder mehrere Facebook-Accounts ihrer Kinder beobachten wollen, müssen die Kinder um die einmalige Eingabe ihrer Daten bitten.
3. Vorsichtig mit Daten und Fotos umgehen: Internetnutzer sollten zum Schutz ihrer Privatsphäre sehr überlegt mit eigenen Daten und Fotos umgehen. Auch für Bild- und Videomaterial, das andere Personen zeigt sollten sie Verantwortung zeigen. Mit ihren Kinden sollten sie darüber sprechen, dass sie keine Fotos ins Internet stellen sollten. Medienkompetenz und der sorgsame Umgang mit persönlichen Daten heute und zukünftig noch viel mehr für alle Internetnutzer von großer Bedeutung.
4. Mit Freunden sprechen: Mit Freunden und Bekannten, die unerwünschte Fotos zur eigenen Person oder zu den Kindern auf Facebook oder außerhalb des sozialen Netzwerks ins Internet stellen, sollten die Betroffenen sprechen und gegebenenfalls bitten, das Bildmaterial zu entfernen.
Facebook-Mitglieder sollten stets einen Blick auf die Fotos haben, die Freunde zu ihrer Person veröffentlichen, um ihre eigene Privatsphäre zu schützen. Teils gehen sie aber selbst mit ihren eigenen Daten und den Daten ihrer Kinder unvorsichtig um: Eine Forsa-Umfrage hat kürzlich gezeigt, dass jedes vierte Elternteil in diesem Jahr vorhat, Urlaubsfotos der Kinder online zu veröffentlichen oder von Freunden einstellen zu lassen. 20 Prozent würden sogar Fremden erlauben, ihre Kinder im Urlaub zu fotografieren. Mit Gesichtserkennungstechnologien und einem Internet, in dem immer mehr persönliche Daten publiziert und gespeichert werden, ist es absehbar, dass es über kurz oder lang auch möglich sein wird, Fotos im öffentlich zugänglichen Web Personen zuzuordnen. Jeder Internetnutzer ist daher mehr denn je gefordert, mit persönlichen Daten und Fotos – auch von Dritten – äußerst sorgsam umzugehen.
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